Es ist schon ein bisschen her, dass wir unsere Rubrik Rulebreaker befüllt haben… Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Möglichkeit hatten, die unheimlich sympathische und spannende Person Anna Quinz zu interviewen, die in diese Rubrik nicht nur unheimlich gut hineinpasst, sondern zudem auch noch eine echte Inspiration darstellt.

Wer ist Anna Quinz?

Als Chefredakteurin des Online-Magazins franzmagazine, dem ersten Südtiroler Magazin auf Deutsch und Italienisch, hat es sich die in Bozen geborene Südtirolerin mit diesem Medium zur Aufgabe gemacht, als virtueller Kulturvermittler, Kulturverteiler und Ideenpool ihrer Heimat zu fungieren. Ihre Mission ist es, die Realität der Region wahrheitsgetreu, vor allem aber in ihrer unbändigen Vielfalt der Welt zugänglich zu machen – weit über die typisch touristischen Informationen hinaus.

Ursprünglich wollte Anna Balletttänzerin werden, was ihr auch gelang. Doch als sie auf eine Akademie gehen sollte, merkte sie, dass ihr die physischen Voraussetzungen, um professionelle Balletttänzerin zu werden, fehlten.

Eines Tages, nachdem sie in der Nacht zuvor davon geträumt hatte, erzählte sie ihrer Mutter von einem ganz neuen Plan – sie wollte ihre eigene Zeitschrift herausgeben. Und genau das tat sie dann auch… Das franzmagazine ging am 02. März 2010 online und gilt heute als fixer Bestandteil der Südtiroler Medienlandschaft.

Es ist schon ein bisschen her, dass wir unsere Rubrik Rulebreaker befüllt haben… Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Möglichkeit hatten, die unheimlich sympathische und spannende Person Anna Quinz zu interviewen, die in diese Rubrik nicht nur unheimlich gut hineinpasst, sondern zudem auch noch eine echte Inspiration darstellt.

Wer ist Anna Quinz?

Als Chefredakteurin des Online-Magazins franzmagazine, dem ersten Südtiroler Magazin auf Deutsch und Italienisch, hat es sich die in Bozen geborene Südtirolerin mit diesem Medium zur Aufgabe gemacht, als virtueller Kulturvermittler, Kulturverteiler und Ideenpool ihrer Heimat zu fungieren. Ihre Mission ist es, die Realität der Region wahrheitsgetreu, vor allem aber in ihrer unbändigen Vielfalt der Welt zugänglich zu machen – weit über die typisch touristischen Informationen hinaus.

Ursprünglich wollte Anna Balletttänzerin werden, was ihr auch gelang. Doch als sie auf eine Akademie gehen sollte, merkte sie, dass ihr die physischen Voraussetzungen, um professionelle Balletttänzerin zu werden, fehlten.

Eines Tages, nachdem sie in der Nacht zuvor davon geträumt hatte, erzählte sie ihrer Mutter von einem ganz neuen Plan – sie wollte ihre eigene Zeitschrift herausgeben. Und genau das tat sie dann auch… Das franzmagazine ging am 02. März 2010 online und gilt heute als fixer Bestandteil der Südtiroler Medienlandschaft.

 

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Bevor wir in die Tiefe gehen, erzähle uns vielleicht erst ein bisschen was über dich und deinen Werdegang!

Ich bin 40 Jahre alt, in Bozen in Südtirol geboren und komme aus einer Familie, die immer schon sehr großes Interesse an Kultur, Musik und der Literatur hatte. Aus diesem Grund entschloss ich mich, Theatergeschichte in Bologna zu studieren. Danach ging es noch für ein Jahr nach Paris, da ich einen tiefgreifenderen Einblick in die Modebranche erlangen und mein Wissen vertiefen wollte. Nachdem Paris als Stadt aber grundsätzlich sehr hart und kompetitiv ist, zog es mich schon bald wieder zurück in meine Heimat.
Kurz nach meiner Rückkehr habe ich dann mit einer kleinen Gruppe an Freunden ein Projekt ins Leben gerufen – wir haben unser eigenes Free Press Magazin cool_schrank gegründet. Für jemanden wie mich, der für Storytelling und das Schreiben brennt, eine mehr als naheliegende Entscheidung.

Mit welcher Intention habt ihr euer Magazin gegründet?

Unser Zugang war der, dass wir die internationale Mode nach Südtirol, gleichzeitig aber auch die Mode aus Südtirol in die Welt transportieren wollten. Im Fokus standen die Bereiche Modedesign, Zeitgeist und Kunst.
Nach zwei Jahren wollten wir aber etwas Größeres auf die Beine stellen und haben unser italienisch-deutsches Online-Magazin franzmagazine gegründet, das es mittlerweile seit 10 Jahren gibt. Wir wollten der kreativen Vielfalt unserer Region, aber auch jener aus Tirol und Trentino, eine Plattform bieten, um wahrgenommen zu werden. Denn diese Regionen haben so viel mehr zu bieten als die typischen touristischen Aspekte, die über die Grenzen hinaus kommuniziert werden. Authentizität statt klassischem Tourismus – das war und ist bis heute die Botschaft, die wir vermitteln möchten.
Zusätzlich dazu habe ich irgendwann beschlossen, meine eigene Kommunikationsagentur zu gründen, die heute auch meinen beruflichen Schwerpunkt darstellt.
Für mich steht bei allem im Leben die Qualität im Fokus dessen, was wir besitzen – ich möchte die Geschichte hinter einem Produkt kennen. In Bezug auf die Mode hat dieser Ansatz meinen Mann und mich letztendlich dazu gebracht, ein eigenes Modelabel zu gründen – Qollezione. Erst jetzt weiß und verstehe ich, wie schwierig es tatsächlich ist, mit Textilien, Qualitäten und Shapes zu arbeiten.

Basierend auf dem für dich wichtigen modischen Aspekt der Qualität – wie kann man sich eure Kollektionen vorstellen?

Aufgrund unseres Ansatzes, dass Qualität definitiv über Quantität steht, besteht unsere aktuelle Kollektion aus nur fünf Kleidungsstücken, die allesamt einen zeitlosen, praktischen und nützlichen Charakter aufweisen und zudem eine sehr bekannte Tradition aus der Region in den Fokus stellt – den sogenannten blauen Schurz.
Wir haben die hellblaue Schürze, das für Südtirol ikonische Stoffschild von Frauen und Männern, die auf den Feldern arbeiten, zu neuem Leben erweckt und daraus, gemeinsam mit der Designerin Bianca Teglia, Röcke, Hosen und Blazer gefertigt.

Bevor wir in die Tiefe gehen, erzähle uns vielleicht erst ein bisschen was über dich und deinen Werdegang!

Ich bin 40 Jahre alt, in Bozen in Südtirol geboren und komme aus einer Familie, die immer schon sehr großes Interesse an Kultur, Musik und der Literatur hatte. Aus diesem Grund entschloss ich mich, Theatergeschichte in Bologna zu studieren. Danach ging es noch für ein Jahr nach Paris, da ich einen tiefgreifenderen Einblick in die Modebranche erlangen und mein Wissen vertiefen wollte. Nachdem Paris als Stadt aber grundsätzlich sehr hart und kompetitiv ist, zog es mich schon bald wieder zurück in meine Heimat.
Kurz nach meiner Rückkehr habe ich dann mit einer kleinen Gruppe an Freunden ein Projekt ins Leben gerufen – wir haben unser eigenes Free Press Magazin cool_schrank gegründet. Für jemanden wie mich, der für Storytelling und das Schreiben brennt, eine mehr als naheliegende Entscheidung.

Mit welcher Intention habt ihr euer Magazin gegründet?

Unser Zugang war der, dass wir die internationale Mode nach Südtirol, gleichzeitig aber auch die Mode aus Südtirol in die Welt transportieren wollten. Im Fokus standen die Bereiche Modedesign, Zeitgeist und Kunst.
Nach zwei Jahren wollten wir aber etwas Größeres auf die Beine stellen und haben unser italienisch-deutsches Online-Magazin franzmagazine gegründet, das es mittlerweile seit 10 Jahren gibt. Wir wollten der kreativen Vielfalt unserer Region, aber auch jener aus Tirol und Trentino, eine Plattform bieten, um wahrgenommen zu werden. Denn diese Regionen haben so viel mehr zu bieten als die typischen touristischen Aspekte, die über die Grenzen hinaus kommuniziert werden. Authentizität statt klassischem Tourismus – das war und ist bis heute die Botschaft, die wir vermitteln möchten.
Zusätzlich dazu habe ich irgendwann beschlossen, meine eigene Kommunikationsagentur zu gründen, die heute auch meinen beruflichen Schwerpunkt darstellt.
Für mich steht bei allem im Leben die Qualität im Fokus dessen, was wir besitzen – ich möchte die Geschichte hinter einem Produkt kennen. In Bezug auf die Mode hat dieser Ansatz meinen Mann und mich letztendlich dazu gebracht, ein eigenes Modelabel zu gründen – Qollezione. Erst jetzt weiß und verstehe ich, wie schwierig es tatsächlich ist, mit Textilien, Qualitäten und Shapes zu arbeiten.

Basierend auf dem für dich wichtigen modischen Aspekt der Qualität – wie kann man sich eure Kollektionen vorstellen?

Aufgrund unseres Ansatzes, dass Qualität definitiv über Quantität steht, besteht unsere aktuelle Kollektion aus nur fünf Kleidungsstücken, die allesamt einen zeitlosen, praktischen und nützlichen Charakter aufweisen und zudem eine sehr bekannte Tradition aus der Region in den Fokus stellt – den sogenannten blauen Schurz.
Wir haben die hellblaue Schürze, das für Südtirol ikonische Stoffschild von Frauen und Männern, die auf den Feldern arbeiten, zu neuem Leben erweckt und daraus, gemeinsam mit der Designerin Bianca Teglia, Röcke, Hosen und Blazer gefertigt.

Bei allem, was du erzählst, spürt man deine tiefe Verbundenheit zu deiner Heimat…

(Lacht) Ehrlich gesagt hasste ich meine Heimat als ich jung war! Ich wuchs in einer für mich nicht zeitgemäßen, wenig aufgeschlossenen Welt auf. Als Italienerin, die noch dazu kaum Deutsch sprach, war es für mich sehr oft wirklich seltsam, in diesem Ort zu leben.
Auch, was die Ausbildung anging, gab es so wenige Möglichkeiten, um sich als junger Mensch zu verwirklichen. Ich hatte also gar keine andere Option, als meine Heimat für mein Studium zu verlassen…
Nach meiner Rückkehr fing ich dann mehr und mehr an, mein eigenes Ding zu machen und fand für mich selbst heraus, wie speziell und individuell Südtirol tatsächlich ist und wieviel es zu bieten hat, wie wenig davon allerdings auch über die Grenzen hinaus transportiert wird. Daher habe ich auch meine Kommunikationsagentur franzLAB gegründet. Dennoch ist meine heutige Beziehung zu Südtirol eine Art Hass-Liebe. Das Leben hier ist nicht gerade einfach. Vor allem wenn man hier, wie ich, ja auch als Italienerin, die kaum Deutsch spricht, irgendwie fremd ist, auf der anderen Seite aber in der Kommunikationsbranche beruflich tätig ist.

Ich selbst komme aus einem ganz kleinen Ort in Salzburg, bin früh von zuhause ausgezogen, um die Welt gereist. Für mich war es oft ein bisschen schwierig, weil ich einfach anders war – ich war offen für die Welt, positiv eingestellt, hab mich modisch ausgelebt und bin immer schon auf Menschen zugegangen. Gibt es deiner Meinung nach ein Geheimrezept, um Menschen, die vielem gegenüber vorgefertigte Meinungen haben, zu begegnen?

Das ist keine einfache Frage… In Südtirol gibt es sehr viele besondere, weltoffene Menschen. Mit dem, was wir tun, versuchen wir, genau diese herauszupicken und in unserer Region mehr Offenheit für Neues zu schaffen. Natürlich klappt das nicht immer. Am Ende sind unsere Kunden aber genauso oder ähnlich eingestellt wie wir – Menschen, denen neue Perspektiven und Herangehensweisen einfach wichtig sind.

In meiner Community geht es immer wieder um die Thematik, dass wir als Menschen dazu tendieren, der Meinung anderer zu viel Gewicht zu schenken – angefangen vom Kleidungsstil über individuelle (Lebens)Entscheidungen. Ich betone immer wieder, dass die Meinung anderer nicht wichtig ist, sondern man sein Leben so gestalten soll, dass es für einen selbst passt. Wie siehst du das?

Es gibt sehr viele Menschen mit einer doch eher verschlossenen Mentalität, die gewisse kreative Prozesse einfach nicht verstehen können oder wollen. Auch in Südtirol gibt es viele Menschen, die das, was wir mit unserer Arbeit tun, nicht nachvollziehen können – die einen verstehen und lieben es, die anderen können das aber nun mal nicht und das muss man dann auch akzeptieren. Wichtig ist nur, dass man sich selbst treu bleibt und nicht vergisst, wer man ist und wofür man steht!
Was unser Business angeht, haben wir glücklicherweise viele Fans auch außerhalb von Südtirol – in Mailand, Wien oder Berlin zum Beispiel. Und genau darin liegt unsere Mission – wir möchten Südtirol als so wunderbare und vielseitige Region zugänglich für Menschen von überall auf der Welt machen und nicht nur den klischeehaften touristischen Ruf pushen – der in Wahrheit sehr vieles ausklammert, was dieses Land tatsächlich zu bieten hat. Wir wollen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Hintergründe in unser Land locken und ein Verständnis dafür schaffen, dass Südtirol nicht nur aus Äpfeln und Kühen besteht. (lacht)

Ich bin selbst in einer sehr touristischen Region aufgewachsen und habe oft das Gefühl, dass die Zeit dort in gewisser Hinsicht stehengeblieben ist – es mangelt einfach an Offenheit. Darum braucht es genau solche Leute wie dich und dein Team, um gerade den touristischen Gegenden einen neuen Zugang zu ermöglichen und den Horizont zu erweitern! Das, was du tust, ist einfach unfassbar wichtig – vor allem auch für die nachkommende Generation!

Mir persönlich ist es unheimlich wichtig, Stereotypen aufzubrechen. Dafür muss man aber erstmal herausfinden, wie und warum es die überhaupt gibt. Und genau darin liegt oftmals das Problem für mangelnde Offenheit gegenüber Neuem, weil sich viele Menschen eben nicht mit diesen neuen Dingen beschäftigen möchten.
Für mich ist es sehr wichtig, dass alles, was wir tun, durchdacht ist und ein großes Ganzes ergibt. Wir beschäftigen uns bei unserer Arbeit mit Begriffen wie Re-Think und Re-Design und unser Standpunkt ist immer derselbe – er basiert nicht auf Marketing, sondern kulturellen Hintergründen. Im Fokus stehen dabei also keine Markt- sondern humanistische Studien.
Der Output soll am Ende leicht zu verstehen sein und nicht überfordern – ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt, den man in diesem Zusammenhang bedenken sollte.

Bei allem, was du erzählst, spürt man deine tiefe Verbundenheit zu deiner Heimat…

(Lacht) Ehrlich gesagt hasste ich meine Heimat als ich jung war! Ich wuchs in einer für mich nicht zeitgemäßen, wenig aufgeschlossenen Welt auf. Als Italienerin, die noch dazu kaum Deutsch sprach, war es für mich sehr oft wirklich seltsam, in diesem Ort zu leben.
Auch, was die Ausbildung anging, gab es so wenige Möglichkeiten, um sich als junger Mensch zu verwirklichen. Ich hatte also gar keine andere Option, als meine Heimat für mein Studium zu verlassen…
Nach meiner Rückkehr fing ich dann mehr und mehr an, mein eigenes Ding zu machen und fand für mich selbst heraus, wie speziell und individuell Südtirol tatsächlich ist und wieviel es zu bieten hat, wie wenig davon allerdings auch über die Grenzen hinaus transportiert wird. Daher habe ich auch meine Kommunikationsagentur franzLAB gegründet. Dennoch ist meine heutige Beziehung zu Südtirol eine Art Hass-Liebe. Das Leben hier ist nicht gerade einfach. Vor allem wenn man hier, wie ich, ja auch als Italienerin, die kaum Deutsch spricht, irgendwie fremd ist, auf der anderen Seite aber in der Kommunikationsbranche beruflich tätig ist.

Ich selbst komme aus einem ganz kleinen Ort in Salzburg, bin früh von zuhause ausgezogen, um die Welt gereist. Für mich war es oft ein bisschen schwierig, weil ich einfach anders war – ich war offen für die Welt, positiv eingestellt, hab mich modisch ausgelebt und bin immer schon auf Menschen zugegangen. Gibt es deiner Meinung nach ein Geheimrezept, um Menschen, die vielem gegenüber vorgefertigte Meinungen haben, zu begegnen?

Das ist keine einfache Frage… In Südtirol gibt es sehr viele besondere, weltoffene Menschen. Mit dem, was wir tun, versuchen wir, genau diese herauszupicken und in unserer Region mehr Offenheit für Neues zu schaffen. Natürlich klappt das nicht immer. Am Ende sind unsere Kunden aber genauso oder ähnlich eingestellt wie wir – Menschen, denen neue Perspektiven und Herangehensweisen einfach wichtig sind.

In meiner Community geht es immer wieder um die Thematik, dass wir als Menschen dazu tendieren, der Meinung anderer zu viel Gewicht zu schenken – angefangen vom Kleidungsstil über individuelle (Lebens)Entscheidungen. Ich betone immer wieder, dass die Meinung anderer nicht wichtig ist, sondern man sein Leben so gestalten soll, dass es für einen selbst passt. Wie siehst du das?

Es gibt sehr viele Menschen mit einer doch eher verschlossenen Mentalität, die gewisse kreative Prozesse einfach nicht verstehen können oder wollen. Auch in Südtirol gibt es viele Menschen, die das, was wir mit unserer Arbeit tun, nicht nachvollziehen können – die einen verstehen und lieben es, die anderen können das aber nun mal nicht und das muss man dann auch akzeptieren. Wichtig ist nur, dass man sich selbst treu bleibt und nicht vergisst, wer man ist und wofür man steht!
Was unser Business angeht, haben wir glücklicherweise viele Fans auch außerhalb von Südtirol – in Mailand, Wien oder Berlin zum Beispiel. Und genau darin liegt unsere Mission – wir möchten Südtirol als so wunderbare und vielseitige Region zugänglich für Menschen von überall auf der Welt machen und nicht nur den klischeehaften touristischen Ruf pushen – der in Wahrheit sehr vieles ausklammert, was dieses Land tatsächlich zu bieten hat. Wir wollen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Hintergründe in unser Land locken und ein Verständnis dafür schaffen, dass Südtirol nicht nur aus Äpfeln und Kühen besteht. (lacht)

Ich bin selbst in einer sehr touristischen Region aufgewachsen und habe oft das Gefühl, dass die Zeit dort in gewisser Hinsicht stehengeblieben ist – es mangelt einfach an Offenheit. Darum braucht es genau solche Leute wie dich und dein Team, um gerade den touristischen Gegenden einen neuen Zugang zu ermöglichen und den Horizont zu erweitern! Das, was du tust, ist einfach unfassbar wichtig – vor allem auch für die nachkommende Generation!

Mir persönlich ist es unheimlich wichtig, Stereotypen aufzubrechen. Dafür muss man aber erstmal herausfinden, wie und warum es die überhaupt gibt. Und genau darin liegt oftmals das Problem für mangelnde Offenheit gegenüber Neuem, weil sich viele Menschen eben nicht mit diesen neuen Dingen beschäftigen möchten.
Für mich ist es sehr wichtig, dass alles, was wir tun, durchdacht ist und ein großes Ganzes ergibt. Wir beschäftigen uns bei unserer Arbeit mit Begriffen wie Re-Think und Re-Design und unser Standpunkt ist immer derselbe – er basiert nicht auf Marketing, sondern kulturellen Hintergründen. Im Fokus stehen dabei also keine Markt- sondern humanistische Studien.
Der Output soll am Ende leicht zu verstehen sein und nicht überfordern – ebenfalls ein sehr wichtiger Punkt, den man in diesem Zusammenhang bedenken sollte.

Du sprichst immer wieder über dein Team. Wie viele Menschen umfasst dieses Team?

Kunigunde und ich sind die Chefinnen. Derzeit haben wir in unserem Verlag vier Angestellte, die dauerhaft für und mit uns arbeiten. Darüber hinaus arbeiten wir aber noch mit ungefähr zehn anderen Leuten zusammen, die aber ganz spezifisch eingesetzt werden – vor allem für den Bereich des Schreibens und Übersetzens, da hier unser Schwerpunkt liegt.

Wenn wir von deinen Magazinen sprechen – handelt es sich dabei um Online- oder Print-Magazine?

Beides. Franzmagazine ist eine Online-Plattform, wohingegen Josef ausschließlich ein Print-Magazin ist. Vor genau einem Jahr haben wir außerdem Moreness herausgebracht – eine Komposition aus Zeitschrift und Buch, das halbjährlich erscheint, in Form einer Trilogie konzipiert ist und sich auf die Region der Dolomiten stützt. Sprachlich bewegen wir uns hier zwischen Deutsch, Italienisch und Englisch, thematisch ziehen wir Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur heran – wodurch es tiefgreifender und nicht so poppig wie Josef ist. Damit haben wir ein bisher einzigartiges Verlagsprodukt geschaffen, das sich ausschließlich der Erforschung, Analyse und Reflexion der aktuellsten Fragen im Kontext der Dolomiten-Landschaft widmet. Jetzt ist eine gute Zeit, um das Medium Print wieder voranzutreiben.

Im ersten Lockdown habe ich unter anderem mit der Chefredakteurin der InStyle Germany gesprochen, die mir gesagt hat, dass wir alle aufgrund der Situation, wie sie gerade ist, unsere Arbeitsweise hinterfragen müssen, das Thema Online immer wichtiger wird und das Verlagswesen in puncto Print auf sehr dünnem Eis steht. Wieso denkst du, dass gerade jetzt ein guter Moment ist, um auf Print zu setzen?

Meiner Meinung nach hat sich dieser Standpunkt kurz vor dem ersten Lockdown abgezeichnet und wurde dadurch noch verstärkt. Du und ich, wir sind in einem Alter, wo wir Dinge ganz anders zu schätzen wissen als noch vor zehn Jahren. Ich würde unsere Generation als „oldfashioned“ bezeichnen – in uns existiert noch so etwas wie eine Liebe für Haptik und Langlebigkeit. Etwas, das sehr stark für Printmedien spricht.
Zudem kommt durch die vom Lockdown ausgelöste Entschleunigung der Faktor Zeit hinzu – wir haben plötzlich Zeit dazu gewonnen. Heute werden wir von Informationen überrannt, alles rast, uns fehlt es massiv an Zeit. Ich denke, dass Menschen gerade jetzt etwas Greifbares und eine Art Konstante brauchen und genau das stellen Print-Magazine dar.

Ich sehe das ganz genau so wie du! 2020 ist ein Jahr, um Balance zu finden und für mich persönlich das beste Jahr seit langem! Ich habe gelernt, mich an erste Stelle zu setzen und die kleinen Dinge, wie einen Spaziergang, wieder schätzen zu lernen! Es ist so schwierig geworden, sich zu fokussieren, weil man durch die Online-Welt einem permanenten Druck ausgesetzt ist!

Bei mir war es ähnlich. Ich habe beispielsweise im ersten Lockdown jeden Tag ein anderes Buch gelesen. Für mich persönlich sind Bücher und Zeitschriften etwas, das einem in einer so schnelllebigen Zeit, in der wir bis vor Corona gelebt haben, so viel geben kann.
Die Online-Welt unterstützt diese Schnelllebigkeit – Artikel sollen schnell lesbar, einfach verständlich und catchy sein. Eine Art Open End, da jede Sekunde neue Informationen im Web landen.
Print-Magazine hingegen stellen für mich eine kuratorische Form der Arbeit dar. In unseren Magazinen bilden wir keine Trends ab, sondern setzten auf zeitlose Geschichten. Die limitierte Seitenanzahl lässt außerdem nur ein bestimmtes Maß an Informationen zu – und um diese bestmöglich abzubilden, bedarf es intensiver, teils langwieriger Recherchearbeiten. Unser Lesestoff soll dazu beitragen, wieder viel mehr in die Tiefe zu gehen, statt Themengebiete oberflächlich anzukratzen – nur so kann man auch etwas Nachhaltiges hinterlassen. Und aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass das Thema Print jetzt, aber auch in Zukunft unheimlich wichtig bleiben wird.

Du sprichst immer wieder über dein Team. Wie viele Menschen umfasst dieses Team?

Kunigunde und ich sind die Chefinnen. Derzeit haben wir in unserem Verlag vier Angestellte, die dauerhaft für und mit uns arbeiten. Darüber hinaus arbeiten wir aber noch mit ungefähr zehn anderen Leuten zusammen, die aber ganz spezifisch eingesetzt werden – vor allem für den Bereich des Schreibens und Übersetzens, da hier unser Schwerpunkt liegt.

Wenn wir von deinen Magazinen sprechen – handelt es sich dabei um Online- oder Print-Magazine?

Beides. Franzmagazine ist eine Online-Plattform, wohingegen Josef ausschließlich ein Print-Magazin ist. Vor genau einem Jahr haben wir außerdem Moreness herausgebracht – eine Komposition aus Zeitschrift und Buch, das halbjährlich erscheint, in Form einer Trilogie konzipiert ist und sich auf die Region der Dolomiten stützt. Sprachlich bewegen wir uns hier zwischen Deutsch, Italienisch und Englisch, thematisch ziehen wir Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur heran – wodurch es tiefgreifender und nicht so poppig wie Josef ist. Damit haben wir ein bisher einzigartiges Verlagsprodukt geschaffen, das sich ausschließlich der Erforschung, Analyse und Reflexion der aktuellsten Fragen im Kontext der Dolomiten-Landschaft widmet. Jetzt ist eine gute Zeit, um das Medium Print wieder voranzutreiben.

Im ersten Lockdown habe ich unter anderem mit der Chefredakteurin der InStyle Germany gesprochen, die mir gesagt hat, dass wir alle aufgrund der Situation, wie sie gerade ist, unsere Arbeitsweise hinterfragen müssen, das Thema Online immer wichtiger wird und das Verlagswesen in puncto Print auf sehr dünnem Eis steht. Wieso denkst du, dass gerade jetzt ein guter Moment ist, um auf Print zu setzen?

Meiner Meinung nach hat sich dieser Standpunkt kurz vor dem ersten Lockdown abgezeichnet und wurde dadurch noch verstärkt. Du und ich, wir sind in einem Alter, wo wir Dinge ganz anders zu schätzen wissen als noch vor zehn Jahren. Ich würde unsere Generation als „oldfashioned“ bezeichnen – in uns existiert noch so etwas wie eine Liebe für Haptik und Langlebigkeit. Etwas, das sehr stark für Printmedien spricht.
Zudem kommt durch die vom Lockdown ausgelöste Entschleunigung der Faktor Zeit hinzu – wir haben plötzlich Zeit dazu gewonnen. Heute werden wir von Informationen überrannt, alles rast, uns fehlt es massiv an Zeit. Ich denke, dass Menschen gerade jetzt etwas Greifbares und eine Art Konstante brauchen und genau das stellen Print-Magazine dar.

Ich sehe das ganz genau so wie du! 2020 ist ein Jahr, um Balance zu finden und für mich persönlich das beste Jahr seit langem! Ich habe gelernt, mich an erste Stelle zu setzen und die kleinen Dinge, wie einen Spaziergang, wieder schätzen zu lernen! Es ist so schwierig geworden, sich zu fokussieren, weil man durch die Online-Welt einem permanenten Druck ausgesetzt ist!

Bei mir war es ähnlich. Ich habe beispielsweise im ersten Lockdown jeden Tag ein anderes Buch gelesen. Für mich persönlich sind Bücher und Zeitschriften etwas, das einem in einer so schnelllebigen Zeit, in der wir bis vor Corona gelebt haben, so viel geben kann.
Die Online-Welt unterstützt diese Schnelllebigkeit – Artikel sollen schnell lesbar, einfach verständlich und catchy sein. Eine Art Open End, da jede Sekunde neue Informationen im Web landen.
Print-Magazine hingegen stellen für mich eine kuratorische Form der Arbeit dar. In unseren Magazinen bilden wir keine Trends ab, sondern setzten auf zeitlose Geschichten. Die limitierte Seitenanzahl lässt außerdem nur ein bestimmtes Maß an Informationen zu – und um diese bestmöglich abzubilden, bedarf es intensiver, teils langwieriger Recherchearbeiten. Unser Lesestoff soll dazu beitragen, wieder viel mehr in die Tiefe zu gehen, statt Themengebiete oberflächlich anzukratzen – nur so kann man auch etwas Nachhaltiges hinterlassen. Und aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass das Thema Print jetzt, aber auch in Zukunft unheimlich wichtig bleiben wird.

BY:

mail@constantlyk.com

Karin is the founder and the face of Constantly K. Next to her career as host, she travels the world, visits all fashion weeks and keeps you updated about what´s happening – CONSTANTLY!

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